Streichinstrumente

Aufbau des Steichinstrumentes Dass die Streichinstrumente zu einer "Familie" gehören, sieht man auf den ersten Blick: gewölbte Decke, gewölbter Bogen, Zarge, Hals mit daraufliegendem bundlosen Griffbrett und Steg über den die Saiten laufen. Die Geheimnisse ihres schönen Klanges verbergen sich im Inneren:
Bassbalken und Stimmstock:
Bassbalken und Stimmstock
Auch die Verwendung des richtigen Holzes ist äußerst wichtig, z.B.: Ahorn, Fichte, Ebenholz oder Buchsbaum. Legenden und Rätsel umwittern das Rezept für den Lack, mit dem die Instrumente versiegelt werden. Eine Wissenschaft für sich bildet der Bau des Bogens, mit dem die Saiten gestrichen werden.
Bau des Bogens
Zu jedem Instrument gehört ein anderer Bogen, die Grundelemente bleiben allerdings gleich: Bogenstange, der sog. Frosch (zur Spannung o. Entspannung des Haarbezuges) und Rosshaar (120-150 Haare). Um eine stärkere Haftung und Reibung zu erzielen, werden die Haare mit Kolophonium, einem Baumharz, bestrichen.

Schon in den italienischen Meisterschulen des 16./17. Jhdts. hat die VIOLINE (Geige) ihre bis heute unveränderte, traditionelle Form gefunden, während die Musik, der sie diente, sich mehrfach und grundlegend wandelte. Sie ist das beweglichste Orchesterinstrument und spielt somit die traditionelle Form der Geige "1.Geige". Auch als Soloinstrument sowie in der Kammermusik und Volksmusik zeigt sie ihre Vielseitigkeit. Damit auch die Jüngsten mit ihren kleinen Händen das Instrument spielen können, wird die Violine in verschiedenen Größen gebaut.

Viola Man kann die VIOLA (Bratsche) als die größere Schwester der Violine ansehen; ihre Saiten sind 5 Töne tiefer gestimmt als die der Violine. Ihr Klang ist in den tieferen Lagen voll und dunkel, samtiger als der der Geige. Deshalb wird sie gerne für melancholisch- träumerische Melodien eingesetzt. Sie hat ihren Stammplatz im Streichquartett und im Orchester.

Violoncello Das VIOLONCELLO reicht gleich 8 Töne tiefer als die Viola und ist auch größer - so groß, dass es nicht mehr auf die Schulter gelegt werden kann. Es wird mit einem Stachel auf dem Boden aufgestützt und zwischen den Knien gehalten. Durch diese Haltung hat der Spieler die Möglichkeit, auch den Daumen für das Greifen der Töne zu benutzen. So wird das Instrument ähnlich flexibel wie die Geige.


Als größtes Instrument unter den Streichern bildet der KONTRABASS mit seinen Kontrabasstiefen Tönen das Fundament des Orchesters. Aber auch in der Kammermusik und als Solo-Instrument bietet der Kontrabass seinem Spieler ein breites und interessantes Wirkungsfeld. Nicht mehr wegzudenken ist er in der Jazz-Musik. Hier wird er meist gezupft. Durch sein großes Ausmaß liegen die Töne weit auseinander. Und da auch die Saitenspannung recht hoch ist, ist am Anfang des Kontrabassstudiums Geduld erforderlich. Danach wird der Spieler erkennen können, dass es heute auf dem Kontrabass kaum noch Grenzen gibt, Musik zu gestalten.


Eine gar nicht so entfernte Verwandte ist die GAMBE mit Gambe ihrer eigenen Familientradition. Wie die Laute hat sie Saiten und Bünde auf dem Griffbrett, wodurch das Greifen der Töne einfacher wird. Sie wird zwischen den Knien gehalten. Ihr verhaltener, edler und milder Ton entspricht so ganz der Klangwelt ‚Alter Musik'.